Alfred Zingler Haus
Margaretenhof 10-12 / 45888 Gelsenkirchen

Garten-Team



Nach Ostern 2018 starteten wir mit der Reaktivierung des Gartens. Ohne Masterplan nach der Devise: einfach anfangen, im doppelten Sinn. Ziel war und ist es, einen insektenfreundlichen Garten zu schaffen. Unsere Ressourcen: mäßige Kenne, praktisch kein Geld, aber viel Enthusiasmus. Die erste größere Aktion war der Aufbau der Mauer aus vorhandenen Beton-Pflanzringen.

Es war einen langen Samstag lang eine knochenbrecherische Schinderei, die Ringe aufeinander zu bauen, ein Ring wiegt immerhin 35 Kilo. Der Bepflanzungsplan richtete sich nach den Sonderangeboten von ALDI, ergänzt durch Eigenanzucht aus Sämereien. Gärtners Freud und Leid, von den rankenden Löwenmäulchen keimte nicht ein einziges Körnchen, die Kapuzinerkresse dafür umso großzügiger, der fertig gekaufte Blumenteppich – ein Art Löschpapier mit eingeklebten Sämereien – macht sich prächtig.





Wir legten einen Streifen der Wiese um und säten die Gelsenkirchener Wildblumenmischung. Wie oft stand ich davor und rätselte: erwünschte Wildblume oder doch ganz ordinäres „Unkraut“? Oh, wieviel Franzosenkraut ich gejätet habe und wieviel Giersch gegessen… als Salat und Spinat. Aber gegen Giersch KANN man nicht an-essen! Immerhin Vitamine bis unter die Ohren. Für die Garten-und Küchenabfälle baute das Werkstatt-Team 2 große Komposter (aus Euro-Paletten, die wir aus einem Bauschutt-Container gezogen haben). Bei dem einen ist die Rotte (ja, heißt so, wenn auch Abfall neue Erde wird!) inzwischen erfolgt, wir haben eigenen Humus.

Mitte Juni konnten wir uns über eine großzügige Balkon-Pflanzenspende freuen, mehrere Quadratmeter Tagetes, Geranien, Eisbegonien, Fuchsien wollten in die Erde… aber so viel Platz haben wir nicht, also zog das Team vom Nachbarschafts-Café los und verteilte die Pflanzen als florale Werbeaktion. An der Stirnseite des AZH haben wir eine blühende Reihe angelegt…. Zur Freude der Nachbar*innen und Passant*innen.


Inzwischen, August, steht alles in voller Blüte (und muss gegossen werden). Bienen, Hummeln und andere Sumseln und Brumseln laben sich an Lavendel, Heliotrop, Kokardenblume, Cosmea und Katzenminze, Kapuzinerkresse-Blüten. Die Sonnenblumen haben die 2-Meter Grenze locker geknackt. Kohlweißlinge besuchen uns regelmäßig, auch ein Tagpfauenauge wurde schon gesichtet.

Für den Herbst planen wir die Anlage eines Schattenbeets. Im nächsten Jahr wollen wir den Wildblumen-Streifen erweitern. Der Bau von Insektenhotels, also Nisthilfen, steht ebenfalls auf dem Programm.

Kommt gern vorbei und schaut es euch an!

Es grüßt das Garten-Team Ekki und Ute